Ein Mal nach Hause und zurück 21.04.

Aloha allerseits,

heute gibt es einen kleinen Reise-Nachruf. Anlässlich des kugelrunden Geburtstages meiner Oma hab ich die letzten sechs Tage auf heimischem Boden verbracht nachdem ich die letzten vier Tage vor der Abreise mit Mamas beiden besten Freundinnen Birmingham unsicher gemacht hab.

Meine erste Station führte mich vom Frankfurter Flughafen aus direkt in meine Wahlheimat, Heidelberg, wo ich an einer kurzen Besprechung des Schlagzeugregisters unseres Colleguim Musicums teilnahm. Da ich leider keine Noten ausgeteilt bekam verbrachte ich den restlichen Abend am Neckar mit gutem Essen in bester Gesellschaft. Um ca. 22:00 Uhr ging es dann ab zum Bahnhof (in Begleitung zweier hübscher Damen), wo mein Zug nach Karlsruhe abfuhr. Jedoch nicht, bevor wir noch lustige Gruppenfotos in einem der herumstehenden Passbild-Automaten gemacht hatten.

Zuhause angekommen versumpfte ich mit Papa quatschend auf der Couch ehe ich mich meinem Lieblingsplätzchen widmete – dem Bett!

Der Donnerstagmorgen stand ganz im Zeichen der Gesundheit und so hatte ich zwei Arztbesuche auf dem Plan. Zum Mittagessen durfte ich mir von Oma etwas wünschen. Da musste ich nicht lange überlegen… es gab Semmelklöße mit Bratensoße und Salat. Mein Nachmittag ging für die äußere Schönheit drauf, denn ich hatte einen Frisörtermin, um mal wieder Ordnung auf den Kopf zu bekommen. Abends gab es Wunschkost von Mama und einen Besuch in Mühlacker.

Der Freitag war viel entspannter als geplant, da ich die für den Abend angesetzte Party zwecks mangelnder Teilnehmer abgesagt hatte. Dies kam mir auch sehr gelegen, denn nachdem wir diverse Vorbereitungstätigkeiten bei Oma erledigt hatten bekam ich Kopfschmerzen und verbrachte den Nachmittag im Bett. Nachdem ich dann unerwartet doch Zeit zuhause verbrachte verquatschten Papa und ich uns so richtig (bis 2:45 Uhr).

Am Samstag war der große Tag endlich da. Omas Geburtstag. Das Highlight meiner Reise. Doch Mama war gnädig mit mir und lies mich erst einmal bis zum späten Vormittag schlafen (DANKE!) ehe wir noch ein paar kleinere Bastelarbeiten für Omas Geschenk erledigten und uns (wieder, Mama war schon morgens bei Oma) auf den Weg zu Großmuttern machten. Der restliche Tag lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Wunderschön aber mit viel zu viel Essen! (Ich glaube die geheime Mission von Mama und Oma war mich zu mästen.) Nachdem am Abend wieder jedes Möbelstück an seinem ursprünglichen Platz war haben wir das Fest im kleinen Kreis noch ausklingen lassen. (Was haben wir gelacht.) Auf dem Heimweg gab es für mich noch einen kleinen Spaziergang durch die laue Frühlingsnacht und dann: nix wie ab in die Federn.

Der Tag danach ist logischerweise für das Restevernichten angesetzt, also ging es fast pünktlich um zwölf zu Oma, um Selbiges zu tun. Ein dringend notwendiger Verdauungsspaziergang stand zwischen Mittagessen und Kaffeetrinken auf dem Plan und so schnappte ich mir Mama und marschierte eine gute Stunde mit ihr durch Feld und Dorf. Einen etwa halbstündigen Zwischenstopp legten wir bei meinem mittleren großen Bruder ein, um dann mit frischem Platz im Bauch an den Kuchen zu gehen. Essen wollte ich den Rest des Tages sicher nichts mehr und so widmete ich meine Aufmerksamkeit meinem zweitliebsten Ort – der Badewanne – und auch danach wieder Gesprächen mit Papa, diesmal allerdings nicht so lange.

Der Montag stand (ausnahmsweise) mal nicht unter dem Zeichen des überfüllten Tellers. Zumindest nicht tagsüber. Morgens ging’s zurück nach Heidelberg, da ich im Akademischen Auslandsamt noch das ein oder andere Formular abgeben musste. Weil ich damit bereits ziemlich früh fertig war statte ich meinem Lieblings-Starbucks auf der Hauptstraße einen Besuch ab. Wirklich überrascht war ich, dass die Barista noch genau wusste, was ich gern hätte. Mit einem leckeren Getränk ging es dann ab auf den Uniplatz in die Sonne. Urlaub pur. Das Mittagessen besorgte die Küche der Kuh die lacht. Am Nachmittag stand eine kleine Tour über die Hauptstraße an und der Abend stand wieder im Zeichen der Überfressenheit. Oma hatte uns zum Nachtischvernichten eingeladen. Und so gab es drei Schälchen Vanilleeis mit heißen Himbeeren für mich. Zu viel! (Wer hätte es gedacht?!) Der Montag Abend gehörte Mama und so verbrachten wir eine kleine Ewigkeit quatschend auf meinem Bett (fernab von Fußballlärm aus dem TV).

Der heutige Morgen begann viel zu früh um 6:30 Uhr mit frisch gepresstem O-Saft. Bei Oma ging es noch schnell tschüss sagen und ab nach Frankfurt. Nach der Verabschiedung schlug ich meine Zeit damit tot Fotos und Videoaufnahmen von taxierenden Flugzeugen zu machen. (Man weiß ja nie wozu die mal noch brauchbar sind.) Der Flug an sich war angenehm und so nutzte ich die Zeit, um mich ein bisschen auf meine Chorleiterprüfung vorzubereiten. Der nette Flugbegleiter fragte mich auf halbem Wege, ob ich Sängerin sei und so kamen wir kurz ins Gespräch. Auch muss ich meine Aussage zum Thema hübsche Briten revidieren. Auf der anderen Seite des Ganges saß ein sehr netter, durchaus gut aussehender Brite. (Found: 1/5; Ich rechne damit noch 4 weitere zu treffen.) Lediglich der Landeanflug glich ein wenig einer Achterbahnfahrt. Nach der Landung staute ich mich bis zur Grenzkontrolle, um dann trotz der gefühlt ewigen Wartezeit an der Passkontrolle auch am Kofferband nochmal quasi mutterseelenallein auf mein Mini-Köfferchen zu warten. (Ja, ich war nur mit meinem Handgepäck-Köfferchen unterwegs. Dieses musste ich allerdings aufgeben, weil ich Flüssigkeiten mit hatte. Balea-Duschgel für meine Mitbewohnerin und Haarpflegeprodukte und eine 0,2er-Flasche Absinth (irgendwie muss ich ja auch meine Komposition noch fertig schreiben) für mich. Abgesehen davon waren vor allem Schokolade und Brot (ja, richtig gelesen, ganz normales Mischbrot) noch vertreten.) Endlich in Freiheit wollte ich nur noch nach Hause – und zwar möglichst schnell.
Zuhause angekommen gab es nur eins, was wichtig war: Bett! Mittagsschlaf! Sofort! Eine gute Stunde später wurde ich von der Sonne geweckt und entschloss mich dazu noch ein wenig an die frische Luft zu gehen. Also, rein in Sportklamotten und Laufschuhe und auf ging’s in Richtung Uni. Auf dem Campus gab es dann frische Äpfel und den Rückweg nahm ich gemessenen Schrittes in Richtung Selly Park, wo ein Outdoor Gym aufgebaut ist. Dort belagerte ich noch etwa 20 min die Geräte ehe ich den Rundgang bis nach Hause fortsetzte. Schönes Wetter ist was tolles! Und Krafttraining unter freiem Himmel ist noch viel toller. Ab jetzt weiß ich, wo ich vor dem Studieren hin flüchten kann. Die Prüfungszeit kann also kommen!

(Bilder folgen.)