23.03. Semesterende

Und da ist das Springterm auch schon wieder um. Heute hatte ich meine letzte Klasse und kann mich somit fast schon in die Prüfungsvorbereitungen stürzen. Allerdings nur fast, denn am Donnerstag ist der große Music Society Ball und unser halbes Department spielt deshalb verrückt (es gibt sogar eigens eine Make-Up Vorlesung am Donnerstag Morgen, für die ich Amy total feiere und zu der ich natürlich auf jeden Fall gehen werde.)

Leider bringt der Ball auch seine Problemchen mit sich. Genauer spezifiziert: Den Morgen danach, an dem die meisten meiner Kommilitonen wahrscheinlich ihr Käterchen pflegen werden. (Man hört Gerüchte, dass der Katzenjammer in den letzten Jahren bei so manchem eher einer ausgewachsenen Raubkatze denn einem harmlosen, verschmusten Stubentiger glich.) Nicht so ich. Meine Wenigkeit hat die ultimative A-Karte gezogen (dabei hab ich gar nichts gemacht) und darf um 11:20 Uhr gestriegelt und geputzt (und nicht die Spur von hung over) in der Elgar Concert Hall stehen, um ihr finales Recording Assignment aufzunehmen. Ein Ensemble-Recording… ohne Ensemble, denn da alle davon ausgehen total verkatert zu sein ist es auch quasi unmöglich jemanden dazu zu bringen überhaupt nur ans Musikmachen zu denken – geschweige denn ein Instrument in die Hand zu nehmen und eine Studiosession zu rocken. Ein Drittel meines ursprünglichen Ensembles ist leider schon nicht mehr am Campus und mein “Ausweich-Duo” ist ein vierhändiges Klavierwerk, welches nicht als Ensemble zählt, es sei denn, ich nehme es auf zwei getrennten Instrumenten auf. (Hat mal eben jemand nen 2. Steinway Konzertflügel, den ich mir für Freitagmorgen borgen könnte?! – Nein?! Schade…).

Man darf gespannt sein, ob wir noch irgendjemanden davon überzeugen können für uns Musik zu machen oder ob wir eine Aufnahme ohne Musiker machen (where’s the point in that?), da ich ja nicht die Einzige bin, der die Sessionmusiker fehlen. Wie dem auch sei… Ich geh jetzt erst mal schlafen, denn die letzten Nächte waren kurz. Gute Nacht!