12.01. – Urlaubsreif durch Prokrastination

Noch nicht einen Tag ist das neue Semester alt und ich bin schon wieder urlaubsreif. Die letzten Tage waren viel Arbeit. Zum Einen habe ich in der letzten Woche zwei neue Fassungen vom What If-Rohschnitt geschnitten und meinen armen Computer rechnen lassen. Zum Anderen stand noch ein Arrangement eines Brahms-Klavierstückes (für alle, die’s interessiert: op. 118, Nr. 3) für Sinfonieorchester an. Alles sehr zeitintensive Tätigkeiten. Da mein Computer in den teilweise bis zu 20-stündigen Render-Phasen leider quasi unbrauchbar war (OOOOOOHHHHH NEIN…. :D) und ich deshalb natürlich auch nicht am Brahms arbeiten konnte habe ich meine Zeit sinnvoll mit Emma verbracht. Meistens irgendwo bei ihr oder bei mir. Und um mich einer Feldstudie (sozusagen am lebenden Objekt) auszusetzen waren auch zwei mal Kino drin. Einmal Into the Woods, der nun leider wirklich nur ‘nett’ geraten ist, dem aber leider die Movie-Magic fehlt im Kino in Loughborough und dann The Riot Club, welcher im Flix, dem Studentenkino der Uni Loughborough gezeigt wurde. Auch, wenn die Handlung mich zum beben gebracht hat (es geht quasi um eine Studentenverbindung, die großen Mist baut.) muss ich sagen, dass der Film an sich ziemlich gelungen ist. Er basiert auf einem Theaterstück und das Sounddesign sorgt an manchen Stellen dafür, dass man sich die Ohren zuhalten möchte, weil man nicht unbedingt hören will, was da passiert. An ein, zwei Stellen hätte ich mir etwas mehr Subtilität gewünscht, aber alles in allem ein guter Film… Oh, ich schweife ab. 😀

Den Brahms hab ich dann über’s Wochenende durchorchestriert. Mit dem Ergebnis, dass ich von gestern auf heute eine Nachtschicht hatte und nach meinem Gesangsunterricht und der Abgabe meines Brahms-Arrangement erst mal total müde war. Nichtsdestotrotz waren anderthalb Stunden zu überbrücken bis Conducting (so glaubte ich zumindest). Dementsprechend dämlich hab ich geschaut, als ich alleine vorm Dome stand und keiner, auch nicht Dan, aufgetaucht ist. Ein Besuch in der Music Office später war ich dann schlauer… im Music Department wird erst ab Donnerstag unterrichtet. Also… ab nach Hause…

Dort angekommen nutze ich den freien Nachmittag zum kochen und nach dem Essen lege ich mich ins Bett. Man muss es schließlich ausnutzen, wenn keiner da ist und das Haus somit mucksmäuschenstill. Außerdem ist da ja auch noch eine große rote Zahl auf dem Schlafbilanz-Zettel, die gern kleiner werden möchte. Also ab ins Bettchen… Um sieben haben mich meine unter mir kochenden Mitbewohner dann geweckt und ich hab mit Mama geskypt. Jetzt wartet hier ‘Sound-Design, Sound-Montage, Soundtrack-Komposition’ von Jörg Lensing auf mich, welches die mit großem Abstand interessanteste wissenschaftliche Literatur ist, die mir bislang unter die Augen kam. Auf geht’s… Kapitel 6: O-Ton! In diesem Sinne: Ton ab! 😀